Über uns

Wie alles Begann: 

Es geschah zu der Faschings-Start Zeit 2007, da geisterte ein kleiner, verkommener und halb zerlegter Schrotthaufen mit Namen Ferguson TEF durchs Internet und freute sich, das doch noch 7 Menschen an ihm (nicht gerade reges) Interesse zeigten. Dadurch fand sich aber einer, der bereit war ihn wieder zum Leben zu erwecken. Dieser eine hatte auf so einem Gefährt in seiner frühen Jugend (mit 7 Lenzen) in Borwede das Fahren gelernt.

Man(n) begann, die beste Ehefrau von allen, bei einer Einkaufsfahrt nach Reutlingen, unter großem Bedacht der Wortwahl und Vorsichtigst auf das herannahende Ereignis vorbereitet. Diese Vorbereitung dauerte drei Tage und es entfuhr der Besten:
Wenn Du so einen Schrotthaufen herbringst, weißt Du, das dich Deine Schwiegermutter vom Hof jagt – und ich halte Sie nicht unbedingt auf ! “.

Nun ja, ich tat es! – Ich lebe noch hier, meine Frau liebt mich immer noch und meine Schwiegermutter nahm den Ferguson erst ein paar Monate später wahr, als er zerlegt und der meiste Rost beseitigt war, so das es nicht mehr ganz so schlimm aussah.

Ohhh, was für ein Wrack! – Tropft aus jeder Ritze, alle Reifen porös, Sitz, Lenkrad, Hubarme, Hubstreben und die meisten Motorteile – Schrott !

Irgendwer hat die Kotflügel auf die Hinterachse geschweißt, Batterie und Batteriekästen, Haubenschlösser, Überlauf- und Starthilfetank  und andere Teile fehlen ganz.

Ok, ich hab Ihn und mein Stolz sagt: „Das kriegst Du hin!“

Zuerst brauche ich Informationen über den Schlepper, also Googlete ich in der Welt herum und fand einige hilfreiche Seiten.

Die nächst Frage: wo bekommt man die original Teile her, um eine möglichst originale Restauration zu erlangen. In Deutschland gibt es nicht alles - und wenn, dann Überteuer oder ausgelutscht.

In England fand ich einen seriösen, freundlichen und hilfsbereiten Partner, Jeff Steed, er hat eine Werkstatt und Teilehandel. Er versorgte mich mit den meisten benötigten Teilen, vor allem gebrauchte. Von Mike Bickers bekam ich ein original Werkstatt-Handbuch, nochmals vielen Dank, und los ging’s.

Einige Wochen Glasstrahlen, ausbeulen, Teile zum Lackierer bringen zum Grundieren, Motor komplett Überholung, alle Dichtungen, Wellendichtringe und Lager erneuern, alle relevanten Teile der Vorderachse austauschen. Eine menge Arbeit. (Übrigens: es ist nur eine Wochenendbeschäftigung.)

Bei der Suche nach Fergusonbildern, fand ich den „Banana Loader“.

Faszinierend, wenn der Frontlader, auf der Hinterachse befestigt, über den ganzen Schlepper reicht. (Der erste Frontlader der Welt)

 

Fazit: so einer muss her. - Diese Loader sind sehr rar und wenn zu bekommen, sehr teuer. Einen fand ich ende Mai im Netz, eingestellt für 10 Tage und am letzten Tag gab ich morgens mein Gebot ab. Abends als ich Heim kam hieß es: „Sie haben gewonnen“.

 

 

Perfekt !

Ok, ich habe den Frontlader, aber der liegt in Happiburgh (England) – Speditionen angefragt, Transport Happiburgh nach Stuttgart ? Antwort: 900,- Euro !!! (~ 750,- Pfund)

Darauf packten meine Frau und ich die Koffer, machten von dem Betrag eine Woche Urlaub, besuchten das schöne, alte England- meine Schule in Sussex und ein paar ehemalige Schulkollegen. Wir trafen Jeff in Sudbury, begutachteten seine stolze Sammlung von 22 Caterpillar und Klein-Raupen, drei Packard (Bj.1932, 1934 und 1941), sowie ein Lokomobil - nahmen noch ein paar Teile mit und holten den Frontlader.

Dabei lernte ich Graham und Mark (sie Drucken das original Werkstatthandbuch in Lizenz) kennen, nette und hilfsbereite Menschen, mit denen ich bei ein paar Bier die Restauration besprach und von Ihnen die Zusage bekam alle Hilfe zu bekommen, die ich brauche, wenn’s mal nicht weitergeht. Sie verkauften mir noch eine Betriebsanleitung für den Frontlader.

Das Ziel - er sollte auf der Oldtimer-Parade in Walddorf-Häslach am 7. September 2008 das erste Mal präsentiert werden.  

Am Freitag den 5. September habe ich die letzten Teile und den Frontlader vom Lackierer geholt (nicht wissend, ob die Hydraulikstempel dem Druck standhalten, dicht sind oder nicht) und am Sonntagmorgen ging es zur Präsentation.

Der Fergie ist noch nicht ganz fertig, da er nur ca. 10 min. läuft um dann unter emenser Rauchentwicklung abzusterben. Ich denke der Fehler liegt in der Einspritzpumpe, die den dritten Zylinder teilweise nicht versorgt – wir werden sehen –

So erhielt er seinen Namen:  Sensibelchen

Eines Tages werden wir noch die originale Gabel mit Zylinder und Rückzugsfedern bekommen, um den Frontlader zu komplettieren.

Da die Teileversorgung zu dieser Zeit nicht unbedingt einfach war, entschloss ich mich,
aus dem Hobby einen hilfreichen Shop für Gleichgesinnte zu eröffnen,
mit Ersatzteil- und Rat- Versorgung und um verzweifelten 'geistigen Beistand' zu leisten.

 

Hier der Link zur Wiederbelebung: http://www.441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203000732.1106635035.1106635035.1.fergie_tef_vom_schrotthaufen_zur_zulassung-deutsche_ferguson_und.html?onsearch=1